Römer


Geschichtlicher Überblick – Die Römerzeit

Mit der Eroberung Galliens durch Julius Caesar in den „Gallischen Kriegen“ (58 bis 50 v. Chr.) begann für die linksrheinischen Gebiete Germaniens eine über 500-jährige Zugehörigkeit zum Römischen Reich. An den von den Römern gebauten Straßen entstanden Handelsniederlassungen, sogenannte „vici“, so z. B. der Vicus bei Hetzerath. Diese Siedlungen bestanden meist aus einer Ansammlung von mehreren Gebäuden von Händlern und Gewerbetreibenden. Die römische Oberschicht errichtete repräsentative Bauten, so z. B. die sogenannte „Villa urbana“ bei Wittlich. Um Laufeld führte ein von den Römern gebautes dichte Netz von Straßen, Verbindungswege zwischen den „großen Verbindungen“ Trier – Andernach und Trier – Köln sowie von Belgien über Jünkerath, Hillesheim, Kelberg, Mayen an den Rhein nach Koblenz.

Unsere Heimat war zu dieser Zeit, entlang dieses Wegenetzes, ein klassisches Villen– und Landhausgebiet, erbaut mit dem ausgehenden 1. Jahrhundert. Von der althergebrachten Holzbauweise wurde abgewichen und auf dauerhafte Materialien wie Stein, Ziegel und Mörtel zurückgegriffen. Römische Siedlungen, z. B. in Oberöfflingen (Biederburg, Brühlweiler), sind in dieser Zeit errichtet worden. An den untersten Abhängen der Nordseite des Mosenbergs stand eine römische Villa. Auch soll das von Major von Greve erworbene und umgebaute Haus Dierfeld (ca. 1900) ein spätmittelalterliches Gebäude, das in eine ehemalige römische Siedlung hineingebaut wurde, sein. Weitere Funde aus der damaligen Zeit sind die römische Siedlung Meerfeld, ein Grabmal in Niederscheidweiler, die römische Villen in Wallscheid und Niederscheidweiler und Siedlungen in Oberöfflingen.

In den Wirren der Völkerwanderungszeit des 5. Jahrhunderts n. Chr. ging die Herrschaft der Römer an Rhein und Mosel zu Ende. In der zweiten Hälfte des 5. Jahrhundert fiel das Gebiet um die Mittelmosel in die Hände der Franken.