Redewendungen op Lohfelda Platt


Enn kleehn Sammlung vom Klas Cornelia

„Dahd kahnns deh nauhn onn deh Währteesch keehren“
(Das kannst Du jetzt wochentags tragen.)
Früher hatte man ‚gute‘ Kleidung, die nur sonntags oder zu besonderen Anlässen getragen wurde. War diese abgetragen, zog man sie werktags an.

„Dahd hot deh Peehpst“
(Die hat eine Erkältung.)

„Dahd woahr net dawehrt“
(Das hat sich nicht gelohnt.)

„Dähn hott ett knehppeldehck hanna deh Ouhren“
(Der ist gewitzt.)

„Dähn vahkalewt dahd“
(Der kriegt das nicht hin.)

„Dähn as dumm wihj enn Rummel“
(Der ist dumm wie eine Rübe.)

„Esch sein on dah Jucht“
(Ich bin im Stress.)

„Dahd as nett janz jauhka“
(Das ist nicht ganz in Ordnung.)

„Dahd hott seinen Jodden funt“
(Sie hat ihr passendes Gegenstück (Partner) gefunden.)

„Dahd as ratsch lehdesch“
(Das ist total leer.)

„Dähn as jod dursch deh Wanter kunn“
(Der ist gut genährt.)

„Dahd hot sesch jod jestreppt“
(Die hat abgenommen.)

„Esch fallen onnt Leht“
(Ich verzweifle.)

„Esch kinnt bahschden“
(Ich platze gleich vor Wut.)

„Dähn hott deh Eisen jeroppt kreht“
(Der erhielt die Sterbesakramente.)

„Dahd as doll unn hermehdesch“
(Die ist total verrückt.)

„Dahd mähscht neihst dahähr“
(Das ist zu unauffällig.)

„Esch honn enn Kopp wihj enn Stier!“
(Ich habe starke Kopfschmerzen.)

„Weilen sein mah desdronns“
(Jetzt haben sie uns erwischt.)

„Ett jett dir bahl enn Ehrlijett“
(Es wird bald Zeit/mach‘ voran.)

„Esch honn de Flämm“
(Ich bin lustlos, faul.)

„Dahd as nett janz jaucka“
(Das ist nicht ganz geheuer.)

„Esch sein onn dah Juucht“
(Ich bin gestresst.)

„Maach ehs nohnehn/nohnann“
(Mach mal voran/schneller.)

„Dähn spiehrt ett Frehjoahr“
(Den sticht der Hafer.)

„Jihj maah aus dah Sunn“
(Verzieh‘ dich/verschwinde/ich will dich nicht sehen.)

„Op de Stapp juw ett mah schlecht“
(Mir wurde plötzlich übel.)

Wenn’s uns Kindern mal langweilig wurde (was selten vorkam, da wir viel in Haus und Hof helfen mußten), fragten wir die Eltern oder Großeltern:

„Waht sollen mah maachen?“
(Was sollen wir machen?)

Die Antwort war immer(!):
„Op deh Kopp stellen unn laachen!“,
(Auf den Kopf stellen und lachen!)
was einen zur Weißglut brachte…

Opa neckte uns gerne und sagte:
„Moahr fohren mah weg, ähwa matt d’m Hehmbleiwskährchen“.
(Morgen fahren wir weg, aber mit dem Daheimbleibskärrchen.)

oder:

„Deh Nowend jihn mah danzen – opp deh Matratzenball“.
(Heute Abend gehen wir tanzen – auf den Matratzenball.)

Drohungen, wenn man unartig/frech war:

„Häddel desch, sohß jeht ett deh Trahpp eropp“
(Sei brav, sonst geht’s die Treppe hoch.)

Heute wäre es eher umgekehrt; denn nun sind im Kinderzimmer Computer, TV und Co, während es damals meist nur Bett, Stuhl und Schrank im unklimatisierten (oft von mehreren Geschwistern genutzten) Schlafzimmer gab.

„Dau kreehs se gleich on deh Laiskauhl!“
(Gleich gibt’s eine auf die Hinterhalskuhle.)

„Deh kreehs gleich ehn jelähffelt/getachelt/jepflastert“.
(Du kriegst gleich eine gehauen.)

„Komm‘ dauh mah heehm, dahn kreehß deh deh Krimmeln jesähnt“
(Wenn Du nachhause kommst, kriegst du die Krümel gesegnet –
was immer das bedeutet…)